ironie und heroin

drug

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„Schüler des LCD“s Betrachtung belegt in der Tat nicht nur seinen Unmut, sondern auch seinen Übermut und seine Schreibwut. Die (Un)ordnung der Ideen lässt klar auf mehrere Eigenschaften schließen die leider wenig Rhetorik aufweisen. Da wäre der Strom der seiner Emotionen, wahrscheinlich aufgestaute Wut und Enttäuschung, von welchem der Autor des „Offenen Briefes“ sich mitreißen lässt und kunterbunt durcheinander Argumente, Lösungen und Forderungen in den Raum schreit und wirft und sich austobt. Da kann es im Eifer des Gefechtes auch mal vorkommen dass Grammatik nicht ernst genommen wird (als wären wir was anderes gewohnt) und der Inhalt nicht zu hundert Prozent kohärent ist (immer diese Haarspalterei). Wird stetig die Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten kritisiert, so werden jene welche diese Droge verkaufen doch als „Kleinkriminelle“ bezeichnet, “Natürlich sollten (warum denn Konjunktiv?) in der Schule keine Drogen konsumiert oder mit Drogen gehandelt werden“, eine Kampagne gegen Drogen in Schulen ist jedoch verwerflich (Aha). Auch werden Ideen nicht logisch und pertinent zu Ende gedacht und so nur Scheinlösungen angedeutet. So wird zum Beispiel angeführt dass die Legalisierung von Cannabis „den Kontakt beträchtlich erschweren“ würde; nirgends jedoch wird dies begründet oder auch nur kurz erwähnt unter welchen Bedienungen Cannabis verkauft werden würde. Bemerken wir doch einmal kurz wie beträchtlich der Aufwand ist an bereits legale Drogen zu kommen(nein, mir ist auch kein Fall von rauchenden unter-16-jährigen bekannt). Bis vor kurzen war ich auch noch überzeugt dass Herrn “Här Carlo SCHMITZ” (warum Schüler des LCD ‘Här’ nicht übersetzt hat ist auch mir ein Rätsel) die Effekte und Nebenwirkungen von Cannabis ausführlich beschreibt und sich deshalb auch dagegen ausspricht. Ein guter Einwand wäre dass dies eine einseitige Präsentation ist und die Thematik von mehreren Organisationen vorgestellt werden sollte. So kann sich der Schüler aus vielen (subjektiven) Sichtpunkten eine möglichst objektive und umfassende Meinung selbst erstellen anstatt wie Schüler des LCD vorschlägt, die Polizei durch Experten zu ersetzen. Ich bin der Meinung dass so jemand keine objektive Meinung über die LCD-Drogenkampagne geben kann. „Schüler des LCD“ ist vielmehr ein Symbol für die Legalisierung von (leichten) Drogen. So wird den „Lesern“ sofort ein falsches Bild über die LCD-Drogenkampagne geliefert. Denn wie soll sich eine staatliche Schule öffentlich für eine Drogenlegalisierung aussprechen, für die es durchaus gute (und durch zahlreiche Studien belegte!) Argumente gibt welche Schüler des LCD aufzählt, wenn doch der Staat Cannabis immer noch als illegal listet. Werden hier also die Falschen  kritisiert?

Die begründete und rechtmäßige Forderung nach einem weitgehenderen Diskurs über Drogenpolitik und Aufklärung und Informierung zu diesem Thema (also das worauf es eigentlich ankommt) geht leider in der gewissen überheblichen Rage und einer Unstrukturiertheit unter für welche ich mich persönlich auch schämen und hinter der Masse verstecken würde.

France<3

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